Nicht was die Zahlen sagen, sondern was sich damit am Montag anders machen lässt. Elf Anwendungen, sortiert nach Aufwand.
Fast alles unten folgt aus einer einzigen Unterscheidung, die vorher nicht messbar war: ein Film, der viele Menschen erreicht, ist selten der Film, der sie hält. Damit gibt es zwei Filmlisten statt einer, und sie gehören an verschiedene Segmente.
Der Film muss neugierig machen, nicht halten.
Wer noch kein Abo hat, soll klicken.
Bitchcraft Bang 19.900 Nutzer, 6 % Bindung ·
Just Give Up 14.700, 17 % ·
How I Like It – Part 1 12.500, 24 % ·
Soak it Up 11.100, 18 %
Der Film muss die Entscheidung bestätigen.
Wer zahlt oder zurückkommt, soll bleiben.
We Shouldn’t 69 % Bindung, 5,9 Min. je Nutzer ·
Bride Bang 68 % ·
Private Practice 65 % ·
Silhouettes 62 %, 5,9 Min.
Hot Drops nimmt die meistgesehenen Filme, Fan Favorites die meistgemochten. Das sind nicht dieselben Titel, also kannibalisieren sich die Formate nicht — solange die Auswahl aus zwei verschiedenen Quellen kommt.
Element ist Platz 1 der Likes (1.019) und nur Platz 9 der Watchtime. Just Give Up umgekehrt.
Ein Send geht in vier Varianten raus. Bisher stehen in allen vieren dieselben Filme. Die Mood Playlist an Churns sollte Bindungs-Titel führen, die Trial-Variante an Leads Reichweiten-Titel.
Mood Playlists erreichen bei Churns 15,22 €/1k gegen 2,55 € beim Rest — das Segment trägt das Format, also lohnt die eigene Auswahl.
Hohe Bindung, kleine Reichweite: der Film ist gut, findet aber niemand. Genau da ersetzt eine Mail die fehlende Rail-Platzierung. Ein Titel, eine Mail, kein Karussell.
We Shouldn’t 69 % bei 4.100 Nutzern · Silhouettes 62 % bei 3.800 · Her Pleasure 48 % bei 3.900.
Ein Titel mit großer Reichweite und schwacher Bindung ist als Aufhänger für Neukunden brauchbar und als Empfehlung an Zahlende eine Enttäuschung. Bei 6 % Bindung brechen 94 von 100 in der ersten Minute ab.
Bitchcraft Bang: 66.800 Opens, 19.900 Nutzer, 1,2 Minuten je Nutzer.
„Den schauen die Leute zu Ende“ darf man über einen Film mit 69 % behaupten. Über einen mit 6 % nicht. Eine Behauptung, die der Film nicht einlöst, kostet beim übernächsten Öffnen.
Passt zum Befund aus eurer Kampagnenauswertung: Mails über Filme konvertieren, Mails über CHEEX nicht.
Die Like-Daten geben eine Rangfolge her, die vorher Geschmackssache war. Der Rahmen muss trotzdem dazu — ein Creator ohne Status fällt durch, mit Status trägt derselbe Mechanismus.
James & Lola 238 Likes, nie gefeatured · Serafina ohne Rahmen 0,87 €/1k, Performer of the Month mit Rahmen 11–13 €.
Die 100-Tage-Kurve zeigt, dass fast alles in den ersten Wochen passiert. Eine zweite Mail an alle, die die erste nicht geöffnet haben, fällt noch in dieses Fenster und kostet nichts extra.
I Wanna See You Kiss stand nach 13 Tagen bei 14.668 Ereignissen — Platz 12 im Katalog, ohne die 100 Tage voll zu haben.
Vor jedem Themen-Newsletter zwei Zahlen nebeneinanderlegen: wie viele Filme tragen das Thema, und wie viele Stunden entfallen darauf. Wo die Nachfrage über dem Angebot liegt, lohnt die Mail. Wo das Angebot größer ist, ist das Thema durch.
„real couple“ steht bei der Nachfrage auf Platz 4 (353.775 Stunden), taucht in der Angebotsliste aber gar nicht auf.
Je Send die beworbenen Filme festhalten und eine Woche später prüfen, ob deren Watchtime im Zeitfenster gestiegen ist. Damit wird zum ersten Mal messbar, ob die Filmauswahl gut war und nicht nur der Rabatt.
Bisher endet die Messung bei Umsatz je 1.000 Empfänger. Der sagt nichts über die Auswahl.
Die Rabatthöhe ist ausgereizt und die Arme wurden zuletzt zweimal schief ausgespielt. Zwei Filmlisten gegeneinander ist die Frage, die noch offen ist. Ausgewertet auf Klick je Öffnung, nicht auf Umsatz.
Bei rund neun Neukunden je Arm und Ausgabe braucht Umsatz etwa sieben Ausgaben je Arm, Klicks reichen innerhalb eines Monats.
Das Dashboard weiß, was geschaut wird. Unser Scrape weiß, was auf der Startseite steht. Erst zusammen lässt sich sagen, ob ein Film schwach ist oder nur schlecht platziert — und das ist die Frage, die CHEEX beantworten kann und wir nicht.
Voraussetzung: ein CSV-Auszug der 899 Titel von jemandem mit Bearbeitungsrechten am Report.
Die Punkte 1, 2, 4 und 5 kosten nichts und ändern nur, welcher Film in welcher Variante steht. Das lässt sich im Oktober-Plan sofort anwenden. Als echte Tests für den Monat würde ich zwei nehmen: den unterversorgten Film als eigenes Dedicated und das Creator-Feature nach Like-Rangfolge. Beide sind neue Formate mit klarer Erfolgsmessung, und beide gehen aus Zahlen hervor, die vorher nicht vorlagen.